Auf rotem Hintergrund steht ein schwarz-weißer Biber aufrecht über zwei, ebenfalls schwarz-weißen, gekreuzten Schienenpaaren.
Hier finden Sie Berichte und Mitteilungen aus dem vergangenen Jahr, die nicht mehr aktuell, aber trotzdem noch informativ und lesenswert sind!

Da in letzter Zeit wieder vermehrt Trickbetrüger-Anrufe vorgekommenen sind, wollten wir diesbezüglich eine umfängliche Aufklärungs- / Beratungsveranstaltung durch die Polizei organisieren.
Dafür haben wir Herrn Kriminalhauptkommissar Bingel von der PD Bad Hersfeld für einen Vortrag zum Thema "Seniorenprävention - Sicherheit im Alltag" gewinnen können.

Hier die Zusammenfassung:

Eigentlich ist es nicht zu glauben, dass immer wieder Senioren auf Gauner am Telefon hereinfallen, obwohl in der Presse, im Rundfunk und im Fernsehen davor gewarnt wird. Den Teilnehmern dieser Gesprächsrunde wird das nicht mehr passieren.

KHK Bingel von der Polizeidirektion Bad Hersfeld hatte bewusst zu einer kleinen Runde eingeladen, damit Erfahrungen offen besprochen werden konnten. Die Gauner verwickeln ihre Opfer raffiniert, mit perfiden Methoden in ein vertrauensvolles Gespräch. Sie verfolgen aber nur das Ziel, ältere Menschen um ihr Erspartes zu bringen.

Dass ihnen das fast jeden Tag gelingt, erklärt sich in erster Linie durch Einsamkeit und Isolation, insbesondere während der Pandemie. Senioren freuen sich, wenn das Telefon endlich mal klingelt und nehmen erwartungsvoll den Anruf entgegen. Sie rechnen nicht damit, dass sie hereingelegt werden sollen. Und diesen Umstand nutzen die "bösen" Menschen schamlos aus.

KHK Bingel warb darum, nach einem "erfolgreichen" Anruf trotz Schamgefühl unbedingt die Polizei anzurufen. Diese Information wird die Polizei ihrerseits dazu nutzen, die Banken/Sparkassen vor Ort auf eine Anrufserie hinzuweisen. Das Bankpersonal kann dann sensibler bei Barabhebungen von Senioren reagieren. Vielleicht ist diese Sensibilität für einen anderen älteren Menschen entscheidend und er oder sie wird vom Angestellten seines Vertrauens vor einem großen Unglück bewahrt.

Diesem Thema widmete sich die Gesprächsrunde intensiv fast 3 Stunden. Man bekam noch viele andere Hinweise, die auf großes Interesse stießen und zum Abschluß verteilte KHK Bingel noch ausreichend Informationsmaterial.

Es war rundum eine gelungene Veranstaltung.

 

Eine weitere wichtige Information zu diesem Thema:

Neue Variante des Enkeltricks unter Nutzung eines Messenger-Dienstes!

Die Polizei warnt vor einer neuen Variante des Enkeltricks, und zwar unter Nutzung eines Messenger-Dienstes

hier: WhatsApp:
Die falschen Verwandten oder Bekannten nehmen über WhatsApp mit einer dem Opfer unbekannten Rufnummer Kontakt auf.

In der Regel wird das Opfer mit "Hallo Oma! (Opa!) Ich habe eine neue Telefonnummer", oder ähnlichem kontaktiert. Die Kontaktaufnahme wird damit begründet, dass z. B. das Handy verloren wurde.

Als nächstes wird das Opfer aufgefordert, die neue Nummer zu speichern.
Kurze Zeit danach geht die nächste WhatsApp-Nachricht ein, dass z. B. eine offene Rechnung von mehreren Tausend Euro bezahlt werden müsse. Die oder der vermeintliche Angehörige habe aber aufgrund der Umstände keine Möglichkeit, auf Online-Banking zuzugreifen, um eine Überweisung durchzuführen.

Es ergeht nun die Bitte an das Opfer, diese Überweisung auf ein von der oder dem vermeintlichen Angehörigen genanntes Konto vorzunehmen, um die behauptete offene Rechnung zu begleichen. Das Geld würde angeblich in wenigen Tagen an das Opfer zurückgezahlt werden, was jedoch nicht geschieht.

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